Letzte Woche durften wir spontan an einem Holiday-club teilnehmen. D. h. Programm für die Townshipkinder, die ja wegen der WM Ferien haben. Da jedoch die Eltern arbeiten müssen (und viele Arbeiter im Tourismusbereich während der WM-Zeit sogar Extraschichten einlegen mussten) sind die Kinder oft den ganzen Tag alleine und unbeaufsichtigt. Es besteht eine große Sorge, dass die Kinder entführt und missbraucht werden oder im Township von anderen Jugend-Banden zu Alkohol- und Drogenkonsum angestiftet werden. Das Kinderprogramm soll die Kinder auf diese Gefahren aufmerksam machen, sie beschäftigen und ihnen die Möglichkeit geben den Alltag zu Hause (viele der Kinder haben keinen Vater bzw. keine Eltern und müssen unter echt schrecklichten Bedingungen aufwachsen) zu vergessen. Altersgerecht wird mit ihnen gespielt. Teilweise auch Lifeskills vermittelt und Geschichten von Jesus erzählt. Die Kinder genießen die Zeit und freuen sich, dass Jugendliche und Erwachsene Zeit mit ihnen verbringen. Es kamen bis zu 1.300 Kinder zu dem Programm. Somit hatten wir viel Gelegenheit mit anzupacken und mitzuhelfen. Viele im Team arbeiteten schon die vierte Woche und waren richtig eingespielt, da dieses Ferienprogramm die ganze WM-Zeit lief und jede Woche an einem anderen Ort von Mamelodi stattfand. Einmal durften wir mit der Foto- und der Filmkamera herumlaufen und witzige Momente einfangen, ein ander mal Malten wir Dutzende Flaggen an Kindergesichter und MitarbeiterInnen. Auch in der Küche gab es einiges zu tun vom Kartoffel schälen, Popcorn machen bis hin zum Zuckerwatte drehen war alles dabei. Bei dieser Gelegenheit konnten wir mal miterleben wie viel Arbeit es ist für so viele Leute zu kochen. Doch neben der Arbeit war aber auch vor allem viel Spaß dabei. Jeden Abend kamen wir erschöpft zurück aber es hat sich gelohnt. Wir wurden fast täglich für unsere Arbeit belohnt. Einmal wurden wir von einem Kind umarmt, ein andermal bekam ich von einem Kind für das Flaggen-malen ein Küsschen auf die Wange. Doch alleine in die dankenden Gesichter der Townshipkinder zu sehen war schon dank genug.