Liebe Leute!

Heute ist es also soweit. Um 21:15 Uhr geht unser Flug in die langersehnte Heimat. Wieweit unsere Erwartungen von der Realitaet abschweifen, sehen wir dann wenn wir morgen Mittag in Wien ankommen und alt-vertrautes wieder neu kennen lernen muessen. Dieses Jahr hat uns echt einiges geleehrt und (aeusserlich aber auch innerlich) veraendert. Wir konnten unseren Horizont erweitern. Armut hat fuer uns ein Gesicht bekommen, wir arbeiteten und lebten in Townships, besuchten tot kranke in ihren Huetten im squater camp, mussten lernen uns an eine voellig andersfunktionierende Kultur anzupassen, sahen viele viele Sehenswuerdigkeiten, verschiedenste Landschaften von Suedafrika und und durften Gott sogar in Mosambik dienen. Wir erfuhren ablehnung, hass, freundschaft und freundlichkeit – alles in dem gleichen Land und sogar zur gleichen Zeit. Das ist Suedafrika!

Ein Land:

Voller Gegensaetze!
in dem man gut ein Jahr ohne Uhr auskommt und trotzdem gestresst ist,
in dem Reich neben Arm lebt,
wo man staendig angebettelt wird und man sich fuehlt als wuerde man die ganze Zeit mit einem Bankautomaten verwechselt werden;
wo man Komplimente bekommt wenn man zunimmt, weil das ein Zeichen ist dass man gesund ist;
in dem die Sommer so heiss und die Winter (aufgrund fehlender Heizung in den Haeusern) so sch… kalt sind.
in dem man schnell durch fremde Sprachen ausgegrenzt wird,
+ in dem ueber Glauben ganz frei und ohne Scharm gesprochen wird,
in dem man Tagelang einfach nur herumsitzen kann und jeder findet das normal
wo musik nur laut gehoert wird – um den Mitmenschen um einen herum auch die „schoene“ Musik zu ermoeglichen
+ in dem womoeglich die coolsten EBM-Missionare arbeiten :)

Wir drehen Afrika unseren Ruecken zu und fliegen ins „schoene Europa“

Der Kontinent:
wo Wohlstand, Luxus und Ordnung herrscht
(Der einzige Kontinent), wo christlicher wachstum stagniert,
Zeit nicht etwas ungefaehres ist sonder genau genommen wird,
wo es wieder gutes Brot zu kaufen gibt und die vielen Dinge, die man im Ausland zu vermissen beginnt,
wo Waschmaschiene, Geschirrspueler, Mirkrowelle, Elektro-Herd, Heizung und ein Auto zur Grundausstattung gehoeren
wo ein eigenes Zimmer und privatsphaere ein ganz natuerliches Beduerfnis ist,
wo Eigentum ganz anders definiert wird
wo der Mond und die Sterne wieder “richtig” am Himmel hengen.
Wo es 4 Jahreszeiten gibt und man es sogar ab und zu mal schneien sieht.

in eine uns (bis jetzt) unwissende Zukunft.
Wo werden unsere naechsten Arbeitsstellen sein? Wo werden wir in zukunft wohnen? wie gehts mit unserer Beziehung aber auch mit Freundschaften weiter? – ist alles wie frueher?

Wir wissen es nicht, doch vertrauen wir darauf, dass Gott sich schon laengst etwas fuer uns ausgedacht hat und auch zu Hause fuer uns sorgen wird.

Sehr kurzfristig wurden wir von einem ehemaligen österreichischen (EBM)-Missionar, Dr. Günther S. Nach Mosambik in ein Projekt eingeladen, um dort für 2 Wochen mitzuarbeiten. Als wir nach unserem Krüger-Urlaub am Sonntagabend zurück kamen, besprachen wir mit Günther alle einzelheiten und erfuhren, dass wir am besten am Montag nach Maputo aufbrechen sollten. So fuhren wir am Montag mit Mirjam (Strecker) wie die Wilden durch Pretorias Straßen. Zuerst Passbild besorgen, dann auf die Botschaft – Formular abgeben, Geld auf die richtige Bank einzahlen, endlich eingezahlt kamen wir mit dem Beleg zur Botschaft zurück, dort warteten bereits unsere Pässe mit dem gültigen Visum, anschließend ging’s zur Busstation um unsere Tickets für den Nachtbus zu besorgen. Zurück bei Streckers machten wir uns ans einpacken und noch die letzten E-Mails verschicken bzw. Blogeinträge hochladen. Dann ging’s schon wieder ab ins Auto mit Alex und Joel (der älteste Sohn von Streckers) zum Judo-Kurs und danach zum Bus, wo dann schließlich der Stress nachlies und die Reise nach Mosambik beginnen konnte.

Als wir um 3 Uhr in der Früh die Grenze erreichten, wurden wir alle aufgeweckt und aus dem Bus gescheucht – wir wussten zuerst gar nicht was los ist und ob wir jetzt auf Drogen untersucht werden oder was mit uns passiert. Wir mussten die Grenze zu Fuß passieren. Nachdem unsere Pässe inspiziert, eingescannt und bestempelt wurden, durften wir die Grenze passieren. Auf der Grenze wurden wir gleich mal von den Wachmännern auf portugiesisch angequatscht – wir verstanden zuerst garnichts und meinten zu ihnen, dass wir kein portugiesisch sprechen – da waren sie schon sehr verwundert, was jemand in ihrem Land macht, der nicht mal ihre Sprache spricht! Als wir die Fahrt fortsetzten und die Sonne langsam aufging konnten wir unseren Augen kaum glauben, was wir vom Bus aus sah, die Straßen waren echt schlecht und die Häuser total heruntergekommen, auf dem Wegrand fuhren Menschen mit FAHRRÄDERN!!, spazierten mit riesigem Gepäck auf ihrem Kopf den Weg entlang oder schoben einen Karren vor sich her. Alle Frauen trugen bunte Tücher um ihre Hüften (keine Einzige war mit einer Hose zu sehen), die Kinder wurden ganz anders auf die Rücken geschnallt als in Südafrika, so viele Menschen ohne Schuhe und löchrigen T-shirts – wir waren echt geschockt, dass wir 9 Monate lang in Südafrika in der Illusion lebten in Afrika zu sein und nun ein ganz anderes Bild von Afrika zu sehen bekamen. Natürlich war uns bewusst, dass Südafrika das (nach Ägypten) zweitreichste Land Afrikas ist, doch waren wir auf so einen krassen Unterschied nicht gefasst. In Maputo kamen wir 2 Stunden zu früh an. Da wir kein funktionierendes Handy hatten, beschlossen wir auf Günther (den Missionar, der uns nach Mosambik einlud und uns bei der Busstation abholte) zu warten. Wir gingen zur nächsten Bank um etwas Geld zu holen, dort stellten wir uns in die Schlange, die sich bereits vor der (noch 45 Minuten) geschlossenen Bank bildete. Dort kamen wir mit ein paar Einheimischen ins Gespräch (die englisch sprachen). Als schließlich die Bank öffnete, bekamen wir von der Dame am Schalter ein Formular zum ausfüllen, damit man Geld abheben kann – wir schauten uns an lachten über das portugiesische Formular und beschlossen doch wieder zurück zur Busstation zu gehen, um auf Günther zu warten. Dort angekommen sprach uns ein Mitarbeiter der Busfirma (ein schwarzer Mosambikaner) auf Deutsch an. Wir waren so überrascht und konnten es gar nicht fassen, dass wir hier gleich auf Deutsch angequatscht werden. Wie wir später erfuhren, sprechen hier viele Afrikaner auch Deutsch, weil viele von ihnen zur Ausbildung oder als Arbeiter in die damalige DDR geschickt wurden.

Nach 2 Stunden, wurden wir von Günther abgeholt und gemeinsam fuhren wir zum Supermarkt, um die letzten Besorgungen zu machen. Beim Einkaufen sahen wir sehr viele Produkte, die aus SA importiert werden. Äpfel gibt’s nur aus SA und sind daher im Gegensatz zu den regionalen Bananen und Orangen um einiges teurer! Wir merkten, wie sehr wir uns schon auf die afrikanische Währung gewöhnt haben, als wir plötzlich mit der mosambikanischen Währung (Medicash) konfrontiert wurden. 1 Euro sind ca. 10 Rand/48 Medicash. Auch wurden wir von Günther gleich mal in die Kunst des Lebensmittel-Einkaufs eingeführt. In Mosambik und zum Teil in SA ist es nicht immer preiswerter die größere Packung zu kaufen (statt 500g Reis zwei kleine Packungen mit je 250g können schon mal billiger sein) – daher ist es immer wichtig, die Preise zu vergleichen. Als wir alles besorgten, ging’s mit dem „four by four“ nach Macia!

Macia!

Macia ist ein kleiner Ort und ca. 120 km nördlich von Maputo entfernt. Dort gibt es ein EBM-Projekt für Waisenkinder und Weiterbildungen (hier wurden schon Computer-, Näh- und Englisch-Kurse für die Einwohner von Macia angeboten, die aber zurzeit eingestellt wurden). Für die Kinder gibt es täglich nach der Schule etwas zu Essen und ein betreutes Nachmittagsprogramm. Ein Waisenhaus und ein weiteres Gebäude sind gerade im Bau. Sobald dieses fertig ist, können die Kinder, die derzeit nur zur Nachmittagsbetreuung kommen können, in das Waisenhaus einziehen. Dort bekommen sie die nötige Aufmerksamkeit, Pflege und Liebe, die sie für ihre Entwicklung brauchen. Das Hauptproblem ist jedoch, dass das Projekt jemanden braucht, der die Arbeiter geschickt delegiert und anleitet und das Projekt in Schwung hält. Da Günther nur während seines Urlaubs im Projekt ist, geht die Arbeit nur langsam voran und auch die Fertigstellung des Waisenhauses muss noch auf sich warten.

Martina half der Köchin das Mittagessen, für die Waisenkinder zuzubereiten und bei den täglichen arbeiten im Gemüsegarten. Christoph half etwas im Computerraum und half Günther so gut es geht beim Hausbau.

Martina war total begeistert ein paar mosambikanische Gerichte zu lernen. In Mosambik wird sehr viel (einheimischer) Reis, Kokosnuss und Fisch gegessen. Auch die Küchengeräte, die hierzulande verwendet werden sind so anders und total spannend. Es gibt z.B.: einen Schemmel zum Kokosnuss-Fleisch-rauskratzen, riesen Mörser mit denen Nüsse oder Hülsenfrüchte zerstampft werden, geflochtene Schüsseln mit denen man die geriebene Nüsse (groben Anteil vom feiner geriebenen Anteil) trennen kann. Auch die Tatsache, dass wir immer vor dem Haus das Wasser holen mussten, weil es in der Küche kein fließendes Wasser gab, war etwas ganz neues.

Die größte Herausforderung war jedoch für Martina das Plumpsklo, dass so schrecklich stank. Doch auch das war eine heilende Erfahrung, denn so lernt man das Klo mit Wasserspülung wieder richtig zu schätzen.

Beira

Nach unserer Arbeit in Macia wurden wir von dem derzeitigen (EBM-)Missionarspaar, den Melos nach Beira (700 km von Maputo entfernt) eingeladen, wo derzeit auch die anderen drei Volontäre (Luisa, Lisa und Bea) wohnten und arbeiteten. Einen ganzen Tag verbrachten wir dafür im Bus um nach Beira zu kommen. Wir fuhren auf Straßen mit riesigen Schlaglöchern, auf Sandstraßen kamen an kleinen Dörfern vorbei, wo die EinwohnerInnen ganz verwundert den Bus hinterherschauten, Kinder winkten. Meistens sind kleine Strohhütten am Straßenrand, wo die Menschen noch ganz „unberührt“ ihr einfaches Leben (ihrer Hütte und ihrer Kokospalme) leben. Wir hatten so eine tolle Aussicht während der ganzen Busfahrt – Kokospalmen wo man hinschaut und an Orangenplantagen, Zitronenbäumchen und blühenden Mangobäumen vorbei. In Beira wurden wir mit Isabells Kochkünsten verwöhnt und hatten auch so eine wunderschöne Zeit mit dem Missionarspaar und den drei Volontärinnen.

Mit vielen Eindrücken und echt super Erlebnissen kamen wir schlussendlich am 20. August nach Jo’burg zurück. Am nächsten Tag ging’s mit unseren Mentorinnen und den anderen Volontären zur End-Auswertung.

Zusammen mit anderen Volontären (Richi, Philipp und Jephter) fuhren wir für 5 Tage nach…. Unser Urlaub im Krüger zum Blyde River Canyon und den vielen Wasserfällen, die es dort in der nähe gibt, war echt super. Die ersten Tage verbrachten wir in Sabie – in der Nähe des Krügergates, wo wir den ersten Abend die Familie Streckers (die auch gerade zu der Zeit in der nähe Urlaub machten) in ihrer Ferienwohnung besuchten. Wir fanden sogar eine billige Unterkunft im Krüger, sodass wir eine Nacht im Krüger verbringen konnten. War echt ein tolles Gefühl zu wissen dass man umzingelt ist von wilden Tieren und die nachts auch noch schreien hört! So konnten wir sogar einen geführten Morgen-Walk durch den Krüger machen. Leider sahen wir dabei keine Tiere, doch wir lernten Spurenlesen und wurden auf ganz unscheinbare Dinge aufmerksam gemacht: z.B.: wie wichtig es ist, dass man immer weiß wohin der Wind weht – um keine Rabtiere anzulocken oder Nashörner zu verscheuchen oder dass die Vögel ihre Neste immer im Norden ihre Neste bauen, weil es dort am wärmsten ist (da wir ja unterm Equator sind). In den zwei Tagen, die wir im südlichen Teil des Krügers verbrachten sahen wir die BIG 5 (eine Büffelherde, einige Elefanten in gefährlicher Nähe, Nashörner am Wegrand chillen, ein Löwenpärchen unter einem Baum ein Mittagsschläfchen halten, und einen Leoparden einige Meter vor uns die Straße überqueren und anschließend noch am Wegrand liegen. Wir konnten dem wilden Leoparden direkt in die Augen sehen und wussten trotzdem, dass wir in unserem Auto relativ sicher sind – das war echt ein unglaubliches Erlebnis. Aber auch Giraffen, Hyänen, ein Gepard, Wildschweine, Impalas, Krokodile und Nilpferd bekamen wir zu sehen. Im Winter ist es im Krüger immer sehr trocken und das macht es auch um einiges leichter die Tiere (auch von der Ferne) zu sehen. Trotzdem ist es wirklich nicht selbstverständlich, dass man soviele Tiere in so einer kurzen Zeit sieht. Wir sind dankbar dafür und freuen uns über den reichen Segen, den wir erfahren durften.

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Noch bevor wir ausgezogen sind, haben wir WM Tickets bekommen. Kaum zu glauben wir bekamen die verbilligte Kategorie, wo sie meinten dass man an diesen Plätzen nicht das ganze Spielfeld sehen kann, eine Woche vor dem Spiel! Überraschend saßen wir in der vierten Reihe. Die Spieler fast zum Greifen nahe. Aber seht selbst auf den Fotos. Auf jeden Fall waren unsere Erwartungen von der Sicht übertroffen. Wir fanden es ganz nett. Obwohl keine Tore gefallen sind, war es ein schönes Erlebnis. Uns stimmt dabei nur etwas traurig, dass nach der WM das Stadion nicht wirklich Verwendung finden wird.

Im Englischen bezeichnet man Bauwerke, die nutzlos in der Gegend herumstehen als „with elephants“ – also als „weiße Elefanten“. So wird z. B. Für das Stadion in Port Elizabeth 20 Millionen Rand (umgerechnet etwa 2,1 Millionen Euro) geschätzt, die jährlich in die Instandhaltung investiert werden müssen. Kein kleiner Betrag! (vgl. http://www.sportschau.de/sp/fifawm2010/news201007/09/zukunft_wm_stadien.jsp, stand 17. Juli 2010; http://www.vol.at/news/tp:vol:fussball-wm/artikel/schoene-stadien-in-suedafrika-als-wm-erblast/cn/news-20100707-06004266 Stand 17. Juli 2010).

Wir konnten uns für die letzten Wochen von einem Freund ein Auto ausleihen, was das leben in PE um einiges erleichter hat. Deshalb konnten wir dann auch einiges unternehmen und noch etwas von PE und Umgebung sehen. Z. B. Fuhren wir in das Kraga Kaama – Gamereserve (Gamere serve: so werden Gebiete bezeichnet die für Touristen zugänglich gemacht werden um Wildtiere in der Natur zu sehen) . PE hat mehrere solche deshalb nutzten wir die Gelegenheit. Es war auf der einen Seite sehr schön die Tiere zu sehen aber auf der anderen Seite auch ein komisches Gefühl da mit dem Auto rumzufahren und Tiere zu bestaunen, viel schöner wäre doch zu Fuß. Fotos weiter unten …

Letzte Woche durften wir spontan an einem Holiday-club teilnehmen. D. h. Programm für die Townshipkinder, die ja wegen der WM Ferien haben. Da jedoch die Eltern arbeiten müssen (und viele Arbeiter im Tourismusbereich während der WM-Zeit sogar Extraschichten einlegen mussten) sind die Kinder oft den ganzen Tag alleine und unbeaufsichtigt. Es besteht eine große Sorge, dass die Kinder entführt und missbraucht werden oder im Township von anderen Jugend-Banden zu Alkohol- und Drogenkonsum angestiftet werden. Das Kinderprogramm soll die Kinder auf diese Gefahren aufmerksam machen, sie beschäftigen und ihnen die Möglichkeit geben den Alltag zu Hause (viele der Kinder haben keinen Vater bzw. keine Eltern und müssen unter echt schrecklichten Bedingungen aufwachsen) zu vergessen. Altersgerecht wird mit ihnen gespielt. Teilweise auch Lifeskills vermittelt und Geschichten von Jesus erzählt. Die Kinder genießen die Zeit und freuen sich, dass Jugendliche und Erwachsene Zeit mit ihnen verbringen. Es kamen bis zu 1.300 Kinder zu dem Programm. Somit hatten wir viel Gelegenheit mit anzupacken und mitzuhelfen. Viele im Team arbeiteten schon die vierte Woche und waren richtig eingespielt, da dieses Ferienprogramm die ganze WM-Zeit lief und jede Woche an einem anderen Ort von Mamelodi stattfand. Einmal durften wir mit der Foto- und der Filmkamera herumlaufen und witzige Momente einfangen, ein ander mal Malten wir Dutzende Flaggen an Kindergesichter und MitarbeiterInnen. Auch in der Küche gab es einiges zu tun vom Kartoffel schälen, Popcorn machen bis hin zum Zuckerwatte drehen war alles dabei. Bei dieser Gelegenheit konnten wir mal miterleben wie viel Arbeit es ist für so viele Leute zu kochen. Doch neben der Arbeit war aber auch vor allem viel Spaß dabei. Jeden Abend kamen wir erschöpft zurück aber es hat sich gelohnt. Wir wurden fast täglich für unsere Arbeit belohnt. Einmal wurden wir von einem Kind umarmt, ein andermal bekam ich von einem Kind für das Flaggen-malen ein Küsschen auf die Wange. Doch alleine in die dankenden Gesichter der Townshipkinder zu sehen war schon dank genug.

… Stell dir mal vor. Während einer rasanten Fahrt durch Pretoria lade ich schnell die vorgeschriebenen Einträge auf den Blog. Ist doch Kraß oder?

Das alles überfordert mich schon fast wenn ich an die möglichkeiten denke. Zum Glück lasse ich jetzt alles hinter mir und wer weiß in ungefähr 2 Wochen (plus/minus ein paar Tage) sind wir wieder zurück.

So Gott will können wir dann von vielen Erlebnissen berichten.

Wer hätte das gedacht, dass ich noch mein Mosquitonetz und NoBite brauche und auch noch einen nutzen für den Southernafrica Reiseführer habe. Tja und nun macht sich auch das mutibel einreise Visa für Südafrika bezehlt. Sage nur Vitamin G.

Manche wissen es schon einige noch nicht. Es ist in den letzten Wochen einiges schief gelaufen

wir ein paar Wochen früher als geplant mit dem Einsatz in PE aufhören. Vermutlich war es eine Mischung von Kommunikationsproblem, das aufeinanderprallen von verschiedenen Erwartungen und Kulturen. Viele Missionare, Volontäre aber auch andere haben diese Erfahrung schon zuvor gemacht. Die Konsequenz: wir wahren während der Eröffnung von der Fußball WM, nicht vor dem Fernseher, sondern wir waren am packen und zogen von der Gastfamilie aus. Wir durften in den folgenden Wochen noch einige Zeit mit Freunden verbringen, bis wir dann am 1. Juli mit dem Bus nach Pretoria fuhren. Es folgte ein Klärungsgespräch mit dem Generalsekretär von der Baptist Convention. Bei diesem Gespräch stießen wir auf viel Verständnis für unsere Situation und es wurde auch besprochen, wie es weiter geht.

Nun können wir uns im Folgenden mit Hilfe von unseren MentorInnen Projekte suchen, in denen wir noch die verbleibenden zwei Monate sind. D. h., wir beten in letzter Zeit und lassen uns überraschen, wo Gott uns einsetzt. Obwohl diese Situation nicht immer leicht war und ist haben wir auch sehr aus dieser Situation profitiert. Wir wurden mehrmals sehr positiv darüber überrascht, wie sehr uns Gott bzw. unser Glaube durch alles trägt. Ja richtig wir schreiben hier von unserem Glauben und unser Vertrauen, da wir nicht mehr davon schweigen können. In dem Moment wo alle Stricke reisen merken wir wie schön es ist noch ein letztes 100% sicheres Auffangnetz „den Glauben“ zu haben.

Ihr könnt euch nun sicher vorstellen das die letzte Zeit etwas hektisch und herausfordernd war und wir deshalb uns nicht motivieren konnten auf dem Blog zu schreiben. Was aber nicht heißen soll, dass wir nichts Berichtenswertes erleben :D . Wir hoffen, dass wir in den nächsten Tagen noch ein paar Berichte schreiben können um euch Familie, Freunde, Bekannte, Unbekannte etwas an unserer Zeit in Südafrika teilhaben zu lassen.

Erstaunlich, wie wenig in den Tageszeitungen von Europa zu lesen ist. Seit wir in Südafrika sind, werden wir systematisch und täglich um nicht stündlich zu sagen mit Werbung, Informationen oder Dingen, die mit dem Soccer Worldcup zu tun haben konfrontiert. Speziell im TV dreht sich fast jede Werbung um den Worldcup. Fußball ist das große Thema und rund um schimmernde Flaggen, Trikots und im Minuten Tack werden es immer mehr.

Dieser “die Zeit online Artikel” spiegelt eine Situation wieder mit der wir hier wirklich konfrontiert sind. Die Vuvuzelas plärren nicht nur aus den Fernsehern sondern sind seit Begin dieser Woche überall immer wieder zu hören …

Fussball-WM: Die große Party hat begonnen | Sport | ZEIT ONLINE.

Eine andere Seite vom Worldcup spiegelt dieser Artikel wieder (leider nur in Englisch). Welcher mehr mit unserem erleben übereinstimmt. Menschen, die keinen Zugang zu Tickets hatten. Die günstigen kosten 140 – 160 Rnd was 14 – 16 Euro sind. Diese Kategorie gab es nur für südafrikanische StaatsbürgerInnen. Was nach wenig klingt aber für einen Großen teil nicht bezahlbar ist. Da haben schon mal andere Ausgaben Priorität.

http://www.guardian.co.uk/football/2010/jun/03/world-cup-south-africans

Sand am Strand « Carsten in Afrika.

Hier unter dem Link könnt ihr ein paar zeilen über unseren Urlaub und auch ein paar Bilder lesen/anschauen. Im moment kommen wir nicht viel zum schreiben. Deshalb sah ich erfreulicher weiße, dass Carsten eh etwas über die Auswertungstage geschrieben hat.

Wir hoffen, es ist uns möglich demnächst etwas zu schreiben. Seit lieb gegrüßt – Christoph und Martina.

Es sind ja nur noch 2 Tage bis zum Weltcup :D . Krassestens.

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